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Ist einmal bei 200 Grad schlimmer als dreimal bei 150 Grad?

Zuletzt aktualisiert: 3. September 2026

Ein langsamer Zug bei 200 Grad ist meistens weniger schädlich als drei oder vier Züge bei 150 Grad, denn bei jedem Zug erhitzt sich dein Haar erneut komplett und der Schaden summiert sich. Die eigentliche Antwort lautet aber: Entscheide dich gar nicht erst zwischen diesen beiden. Suche die niedrigste Temperatur, mit der du in einem einzigen Zug fertig bist.

Kurz gesagt

  • Hitzeschäden hängen von drei Dingen ab: der Temperatur, der gesamten Zeit, in der dein Haar heiß ist, und davon, wie viel Wasser noch in deinem Haar steckt.
  • Ein Haar ist so dünn, dass es innerhalb weniger Sekunden nahezu die Temperatur des Geräts annimmt. Eine kurze Pause zwischen zwei Zügen verhindert also nichts: Es zählt die gesamte Hitzezeit.
  • Die Temperatur wiegt schwerer als die Anzahl der Züge, aber die Wiederholung zählt sehr wohl mit. Vier Züge auf einer niedrigen Stufe können zusammen mehr Schaden anrichten als ein Zug auf einer höheren Stufe.
  • Wasser ist der größte Risikofaktor. Trockenes Keratin beginnt erst bei etwa 230 °C zu denaturieren, in feuchtem Haar passiert das schon bei rund 150 °C.
  • Praktische Regel: die niedrigste Temperatur, die das Ergebnis in einem ruhigen Zug bringt, auf wirklich trockenem Haar.

Weiter unten liest du, wie du in fünf Minuten deine eigene niedrigste wirksame Temperatur findest, und warum die Art des Tools bestimmt, wie viele Züge du überhaupt brauchst.

Was schädigt dein Haar nun genau: die Grade oder die Wiederholung?

Beides, aber nicht gleich stark. Zugversuche an Haarsträhnen zeigen, dass sowohl eine höhere Temperatur als auch mehr Züge die Festigkeit des Haares verringern, und dass die Temperatur dabei am schwersten wiegt.

Dein Haar besteht vor allem aus Keratin: Proteine, die ordentlich aufgerollt in Fasern liegen. Bei Hitze verlieren diese aufgerollten Proteine ihre Form. Das nennt sich Denaturierung und lässt sich nicht rückgängig machen. Sobald es passiert, wird dein Haar schwächer, poröser und bricht beim Bürsten schneller.

Wichtiges Detail: Dieser Schaden summiert sich. Die Forscher Ruetsch und Kamath (Journal of Cosmetic Science, 2004) beobachteten bei wiederholten Behandlungen mit einem Lockenstab immer mehr Oberflächenschäden, je öfter behandelt wurde, obwohl die Temperatur moderat blieb. Jeder Zug fügt etwas hinzu. Fünf sanfte Züge sind also nicht gratis.

Hilft es, zwischen zwei Zügen kurz zu warten?

Für den Schaden selbst: kaum. Für die Form deiner Locke: enorm viel. Das sind zwei verschiedene Dinge, die oft durcheinandergebracht werden.

McMullen und Jachowicz berechneten 1998 (Journal of Cosmetic Science), wie sich Wärme durch eine Haarfaser bewegt. Ihr Fazit: Ein Haar ist so dünn, dass die Temperatur innerhalb weniger Sekunden nahezu gleichmäßig darin verteilt ist. Durchgehendes Erhitzen und Erhitzen in kurzen Abschnitten laufen dadurch praktisch auf dasselbe hinaus. Dein Haar "erholt" sich in diesen Zwischensekunden nicht. Summe bleibt Summe.

Das Abkühlen bewirkt allerdings etwas anderes: Es fixiert die Form. Solange eine Locke warm ist, lässt sie sich noch verformen. Lässt du sie vollständig abkühlen, bevor du sie anfasst, hält sie deutlich länger, und du musst später nicht erneut mit Hitze nacharbeiten. Das spart dir langfristig die meiste Hitze.

Warum ist feuchtes Haar so viel gefährlicher als hohe Temperaturen?

Weil Wasser die Temperatur senkt, bei der dein Haar kaputtgeht. In trockenem Haar liegt der Denaturierungspunkt von Keratin bei etwa 230 °C. Steckt Wasser im Haar, verschiebt sich derselbe Punkt auf ungefähr 150 °C.

Das ist ein gigantischer Unterschied. Ein Glätteisen bei 180 °C auf knochentrockenem Haar liegt unter der kritischen Grenze. Dasselbe Glätteisen auf Haar, das noch etwas klamm ist, liegt weit darüber. Außerdem verdampft das Wasser im Inneren der Faser dann explosionsartig. Ruetsch und Kamath beobachteten bei nassem Haar genau das: Bläschen und Aufwölbungen in den Schuppen, weil Dampf aus der Faser entwich.

Wenn du also entscheiden musst, worauf du achtest: erst Trockenheit, dann Temperatur, dann Anzahl der Züge. In dieser Reihenfolge.

Was wurde wirklich untersucht, und was nicht?

Ehrliche Antwort: Es gibt keine Studie, die buchstäblich "ein Zug bei 200 °C" gegen "drei Züge bei 150 °C" stellt und das Ergebnis misst. Wer dir das verspricht, denkt es sich aus.

Was sehr wohl untersucht wurde: dass der Schaden messbar mit der Temperatur steigt, dass der Schaden mit der Anzahl der Behandlungen steigt, und dass Glätteisen, die über 200 °C arbeiten, das Keratin erheblich angreifen können (Zhou u. a., Journal of Cosmetic Science, 2011). Aus diesen drei Fakten folgt die praktische Regel, die du unten siehst. Nicht aus einer exakten Rechnung.

Styling-Methode Grobe Hitzezeit pro Strähne Risiko
1 ruhiger Zug, 180 °C, trockenes Haar 3 bis 5 Sekunden Niedrig. Unter dem trockenen Denaturierungspunkt, kurze Einwirkung.
4 schnelle Züge, 150 °C, trockenes Haar 8 bis 12 Sekunden Mittel. Niedrigerer Spitzenwert, aber viel mehr Gesamthitze und mehr Reibung.
1 Zug, 210 °C, trockenes Haar 3 bis 5 Sekunden Erhöht. Du bist nah am Punkt, an dem sich Keratin wirklich verändert.
Jeder beliebige Zug auf klammem Haar Macht kaum einen Unterschied Hoch. Ab etwa 150 °C entsteht Dampf in der Faser.

Die Zeiten sind realistische Schätzungen für eine schulterlange Strähne und sollen das Verhältnis verdeutlichen. Sie stammen nicht aus einer Messung.

Wie findest du deine niedrigste wirksame Temperatur?

Mit einem kleinen Test von fünf Minuten, einmalig. Danach weißt du es für immer für dein Haar.

  1. Sorge dafür, dass dein Haar vollständig trocken ist. Fühlt es sich im Nacken oder am Ansatz kühl an, ist es noch feucht.
  2. Trage Hitzeschutz auf und lass ihn erst trocknen. Nasses Produkt im Haar ist immer noch nasses Haar.
  3. Fang niedrig an: 140 °C bei feinem, gefärbtem oder blondiertem Haar, 160 °C bei normalem Haar, 180 °C bei dickem oder kräftigem Haar.
  4. Nimm eine dünne Strähne von etwa 2 bis 3 Zentimetern Breite. Dünner, als du denkst. Das ist der Schritt, der die meisten Züge spart.
  5. Mach einen ruhigen Zug vom Ansatz bis in die Spitzen. Schau danach, nicht währenddessen.
  6. Nicht glatt oder nicht in Form? Geh 10 Grad höher und teste erneut an einer frischen Strähne. Nicht noch einmal über dieselbe Strähne.
  7. Mach so lange weiter, bis ein Zug reicht. Diese Stufe ist deine Stufe. Notiere sie.

Brauchst du am Ende mehr als 200 °C, um in einem Zug ein Ergebnis zu bekommen, sagt das öfter etwas über dein Tool aus als über dein Haar. Ungleichmäßig beheizte Platten oder Lockenaufsätze haben kalte Stellen, und genau die zwingen dich zu zusätzlichen Zügen.

Warum stellt sich die Frage bei einem Airstyler kaum?

Weil ein Airstyler dein Haar nicht zwischen zwei heiße Platten klemmt, sondern es mit Luftstrom und Spannung formt. Warme Luft überträgt ihre Wärme viel weniger effizient als eine Keramikplatte, die direkt gegen die Faser drückt. Dadurch kannst du mit einer niedrigeren Spitzentemperatur arbeiten und die Frage "einmal heiß oder dreimal lauwarm" stellt sich deutlich weniger scharf.

Was allerdings weiterhin gilt: Je gleichmäßiger die Wärme verteilt ist, desto weniger musst du nacharbeiten. Der Airstyler Pro Ceramiq hat deshalb vollständig keramikbeschichtete Lockenaufsätze, keine dünne Sprühschicht, die nach ein paar Monaten kalte und heiße Stellen bekommt. Gleichmäßige Wärme bedeutet in der Praxis: einmal wickeln, abkühlen lassen, fertig.

Und der größte Gewinn steckt in der Reihenfolge deiner Routine. Ein Airstyler arbeitet auf handtuchtrockenem Haar, du trocknest und formst also in derselben Bewegung, statt erst zu föhnen und danach noch einmal mit einem Stab durch dieselben Strähnen zu gehen. Das spart dir eine komplette Hitzerunde.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft darf ich über dieselbe Strähne gehen?

Strebe einen Zug an, akzeptiere höchstens zwei. Musst du regelmäßig drei- oder viermal darüber, ist deine Strähne zu dick, dein Haar noch feucht oder deine Temperatur zu niedrig für deinen Haartyp.

Sind 150 °C immer sicher?

Auf vollständig trockenem Haar sind 150 °C eine milde Stufe. Auf feuchtem Haar nicht: Rund um diese Temperatur beginnt Keratin in Anwesenheit von Wasser bereits zu denaturieren. Ob eine Stufe "niedrig" ist, bestimmt also die Trockenheit, nicht die Zahl auf deinem Display.

Muss ich mein Haar zwischen zwei Zügen abkühlen lassen?

Zur Begrenzung von Schäden hilft das wenig, denn dein Haar erwärmt sich innerhalb von Sekunden wieder komplett. Zum Halten deiner Locke oder deines glatten Finishs hilft Abkühlen dagegen enorm. Lass die Strähne also immer kalt werden, bevor du sie loslässt oder anfasst.

Welche Temperatur ist bei gefärbtem oder blondiertem Haar sinnvoll?

Fang bei 140 °C an und geh in Schritten von 10 Grad höher, bis ein Zug reicht. Gefärbtes und blondiertes Haar ist bereits poröser, erwärmt sich dadurch schneller und hat weniger Spielraum. Bleib am besten unter 180 °C.

Schädigt ein Airstyler weniger als ein Glätteisen?

Meistens ja, weil warme Luft weniger Wärme überträgt als Platten, die direkt gegen dein Haar drücken, und du dadurch mit einer niedrigeren Spitzentemperatur arbeitest. Falsche Anwendung bleibt schädlich: zu dicke Strähnen und zu langes Verweilen an einer Stelle sind auch mit Luft nicht gut.

Weniger Züge fangen bei einem Tool an, das überall gleich warm ist: Der Airstyler Pro Ceramiq trocknet und formt in einer Bewegung, mit vollständig keramikbeschichteten Lockenaufsätzen ohne kalte Stellen.

  • 2 Jahre Garantie und 30 Tage Geld-zurück-Garantie, du testest ihn also einfach zu Hause
  • Trustpilot 4,8/5 ("Excellent") aus 632 Bewertungen, 10.000+ Kundinnen und Kunden
  • Funktioniert bei allen Haartypen, 1A bis 4C
  • Kostenloser Versand in NL, BE und DE. Vor 23:59 Uhr bestellt ist morgen bei dir

In unserer eigenen Kundenbefragung unter 214 Nutzerinnen und Nutzern (30 Tage Anwendung) gaben 87 % an, sofort weniger Haarschäden zu bemerken. Das ist eine Befragung unter unseren eigenen Kundinnen und Kunden, keine unabhängige Studie.

Entdecke den Airstyler Pro Ceramiq

Geschrieben von Anne Leensen, Ace & Taylor

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